Fotografie ist der Schnittpunkt aus Licht, Raum und Zeit

Ein Foto ist gefrorene Zeit
Ein Foto ist gefrorene Zeit

"Man muß sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet." Paul Cezanne

Liebe Zeit- und Artgenossen!

 

Wir sind Geschöpfe der Gegenwart. Die Vergangenheit ist bloßes Versatzstück unserer Erinnerung, die Zukunft bleibt unbekanntes Niemandsland, getränkt von Hoffnung und Furcht.

 

Hier beginnt der Zauber der Fotografie...

 

Geronnene Zeit, herausgestanzte 125tel Sekunden, Gucklöcher in einem ewigen panta rei, all das gibt sie uns. Ich liebe sie!

 

 

 

Hier hinein gehören Gedanken, Geistesblitze und Erkenntnisse...

 

=>   Wenn Ihr gern eindrucksvolle Fotos wollt, dann beschäftigt euch lieber mit der Materie als euch eine neue Cam zu kaufen.
Ich persönlich arbeite viel und habe wenig Zeit für Fotos. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich im Netz nach neuem Equipment suche. Ich glaube, dahinter steht die Illusion, dass man mit Geld auf einfache Art immaterielles Glück kaufen kann. Dass man bessere Fotos mit einem Tausender mehr kaufen kann. Das funktioniert aber leider nicht. Wenn ich bessere Bilder will, müsste ich viel eher einen Flug irgendwohin buchen und mir die Zeit nehmen, dort zu fotografieren. Und je mehr Geld man hat, desto knapper wird diese Zeit und desto größer wird der Drang, diese verlorene Lebenszeit durch teure Technik wieder reinzuholen.
Komisch, oder?

Hätte ich nur jeden zweiten Euro, den ich in meine Ausrüstung gesteckt habe, in intensive Kurzreisen investiert, hätte das meiner fotografischen Ausbeute und meiner Sicht auf die Welt zweifellos gutgetan. Wäre ich nur jede zweite Stunde, die ich mich in techniklastigen Fotoforen rumgetrieben habe, mit irgendeiner Kamera vor die Tür gegangen, hätte das meinen fotografischen Reifeprozeß und mich selbst sicherlich weiter gebracht...

 

=> Wer sehen kann, kann auch fotografieren.

     Sehen lernen kann allerdings lange dauern.

An diesem Werbespruch der Leica AG ist etwas sehr Wahres:

David Hume hat einmal gesagt, die "Schönheit der Dinge lebe in der Seele dessen, der sie betrachte"...

Dies ist -glaube ich- der Schlüssel zu guten Bildern: Die Empfindungen des sensiblen Beobachters im Moment der Wahrnehmung für den Betrachter auf zweidimensionalem Papier wahrnehmbar und spürbar zu machen.